top of page

Sūn Wùkōng und der Stein des Wissens

Eines Tages wanderte Sūn Wùkōng durch einen dichten Wald, als er auf einen riesigen Stein stiess, der den Eingang zu einer Höhle versperrte. Neugierig wie immer versuchte er, den Stein mit seiner gewaltigen Stärke wegzuschieben, doch der Stein rührte sich nicht. Also versuchte er, ihn mit seinem magischen Stab zu zerstören, doch auch das gelang ihm nicht. Frustriert setzte er all seine magischen Kräfte ein, aber nichts führte zum Erfolg.


Plötzlich erschien ein alter Weiser, Chén Dàoshī. Er beobachtete den unruhigen Affenkönig und lächelte sanft. „Warum so eilig, junger Affe?“ fragte er.

„Ich möchte sehen, was in dieser Höhle ist, doch leider versperrt mir ein unüberwindbarer Stein den Weg, und so werde ich das Geheimnis in dieser Höhle wohl nie erfahren“, erwiderte Sūn Wùkōng ungeduldig.


Chén lächelte weise und sprach: „Nicht alles im Leben lässt sich mit roher Kraft oder Magie lösen. Manchmal sind Geduld und Einsicht der Schlüssel zum Geheimnis.“ Er fuhr fort: „Setz dich hin und atme tief, beruhige dein Herz, und deine Seele wird dir den Weg zeigen.“


Sūn Wùkōng war zunächst skeptisch, doch er setzte sich hin und atmete ruhig. Nachdem er einige Zeit meditiert hatte, öffnete er seine Augen wieder und sah den Stein nun aus einer anderen Perspektive. An einer Stelle entdeckte er eine unscheinbare Öffnung, die ihm zuvor nicht aufgefallen war. Er nahm seinen Stab und setzte ihn dort an. Mit nur leichtem Druck bewegte sich der Stein und enthüllte den Eingang zur Höhle.

Dao-Meister Chén Dàoshī lächelte und sagte: „Die größten Hindernisse liegen oft in unserer Unruhe. Wenn wir lernen, unser Herz zu beruhigen, offenbaren sich Lösungen, die wir vorher nicht sehen konnten.“


Kommentar:

Nicht jede Herausforderung kann durch Gewalt oder Magie überwunden werden. Manchmal ist es die Klarheit der Seele, durch die die Geisteskraft strömt, die uns den Weg zeigen kann.



Comments


bottom of page